StartForenSPD-Forum stellt sich vor: „Solidarische Gesellschaft - Gesundheit und Pflege“

SPD-Forum stellt sich vor: „Solidarische Gesellschaft - Gesundheit und Pflege“

Schwarz, Uwe

Uwe Schwarz

12. Februar 2010 2 Kommentare

Gesundheit ist keine Ware. Und eine menschenwürdige Pflege im Alter ist kein Almosen. Krankheit und Pflegebedürftigkeit gehören zu den großen Lebensrisiken, die nach Ansicht der SPD solidarisch und gemeinsam abgesichert werden müssen. Starke Schultern können dabei mehr tragen als schmale Schultern.
Schwarz-Gelb will dagegen die Privatisierung dieser Lebensrisiken. Sie wittern vor allem ein zusätzliches Geschäft.

Dabei wächst der Bedarf: Der demografische Wandel geht auch an Niedersachsen nicht vorbei. Wir Niedersachsen werden älter und weniger. Wie organisieren wir in den kommenden Jahren die medizinische Versorgung auch in den dünner besiedelten Landstrichen? Wie können regionale Versorgungsmodelle aussehen? Wo lohnt es sich alte Zöpfe abzuschneiden?

Brauchen wir völlig neue Kooperationsformen bspw. zwischen Ärzten, Krankenhäuser, Kassen, Apotheken und Pflegedienstleistern? Und was sind uns Gesundheit und eine menschenwürdige Pflege überhaupt wert? Qualität oder doch lieber Lohndumping und Tarifflucht? Nicht zuletzt: Wie können wir die gesunde Entwicklung unserer Kinder stärken? Übergewicht und Magersucht, Bewegungsmangel und auch Alkohol- und Drogenmissbrauch stellen alle Beteiligen vor große Herausforderungen.

Ziele des Forums

Gesundheit und Pflege bilden ein weites Feld. Jeder und jede ist irgendwann in irgendeiner Form davon berührt. Viele Akteure haben dabei sehr unterschiedliche und oftmals auch gegensätzliche Interessen. Das Ziel des Forums „Solidarische Gesellschaft - Gesundheit und Pflege“ ist es daher, die verschiedenen Interessenslagen nicht nur offen zu benennen, sondern auch die solidarische Absicherung von Krankheit und Pflegebedürftigkeit weiterzuentwickeln.

Leitung des Forums

Uwe Schwarz, stellv. Vorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist vom Fach. Er hat das Krankenversicherungssystem von der Pike auf gelernt. Seit 1986 als Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag gilt er als erfahrener und ausgewiesener Experte ind Gesundheits- und Pflegefragen
Schwarz appelliert ausdrücklich an alle interessierte Bürgerinnen und Bürger ebenso zur Teilnahme am Forum wie Vertreter der Gesundheits- und Pflegebranche, Wissenschaftler und Praktiker.

Interessenten für das Forum „Demokratie und Partizipation im Internet“ schreiben bitte eine Email an den SPD-Landesverband:

Weitere Angebote der SPD im Internet:


Demografischer WandelGesundheit

 

2 Kommentare zu SPD-Forum stellt sich vor: „Solidarische Gesellschaft - Gesundheit und Pflege“


Jörg

1

am 01. März 2010 um 13:59 Uhr

Hallo Uwe,

ich arbeite seit 13 Jahren in der Psychiatrie und muss immer wieder miterleben wie Menschen, vor allem Ältere zu uns abgeschoben werden. Hauptsächlich vor den Wochenenden weisen Hausärzte Menschen ein, weil sie nicht wissen wie sie ihnen helfen können oder schon die ganze Woche keinen vernünftigen Weg gefunden haben. Die Kurzzeitpflege wird da viel zuwenig in Anspruch genommen. Böswillige behaupten auch dieses wäre für die Angehörigen zu teuer. Also, wenn alle Wege ausgeschöpft sind, ab in die Psychiatrie. Ich glaube auf diesem oder ähnlichen Wege werden viele Gelder unsachgemäß ausgegeben. Es gibt noch viel zu viele Schlupflöcher, welche nur in Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen in der medizinischen Versorgung gestopft werden können und so viel Geld gespart und viel unnötiges Leid vermieden werden könnte. Aber auch eine vernünftige Kontrolle, ob seitens der Krankenkassen oder übergeordneter Organe könnte hier helfen.

Mit freundlichem Gruss
Jörg


Haller

2

am 18. Februar 2010 um 13:25 Uhr

Lieber Uwe,
seit nun mehr 30.Jahren übe ich den Beruf als Krankenpfleger aus und wundere mich immer wieder, das junge Menschen sich noch für diesen Beruf entscheiden. Wochenendarbeit, Feitagsarbeit, Schichtarbeit, hohe Körperliche und Seeliche Belastung,immer mehr Bürokratie was zu lasten der Plegebedürftigen geht und somit nicht im Einklang zur Krankenpflegeausbildung steht, Unterbezahlung, Zeitverträge usw, usw. Was meiner Meinung gar nicht geht, ist das Pflegedienstleister immer häufiger auf Personal zurück greiften welches nur eine z.b. Wochenendausbildung hat, also nicht Quallifiziert ist. Hier bleibt die Quallität in der Pflege auf der Strecke. Wenn wir uns um all die von mir aufgeführten Punkte bemühen und sie verbessern, dann sehe ich uns auf einen guten Weg würdevoll alt und gut versorgt zu sein wie es die Nachkriegsgeneration in unseren Einrichtungen heute verdient haben/ hätten.

Mit freundlichem Gruß
Peter


 

Kommentar schreiben

(Trackback)

Name

E-Mail

KommentarNetiquette

Spamschutz Senden


 

 
Inhaltsübersicht Kontakt Barrierefreiheit Impressum Datenschutz Newsletter